In allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis darf von September an nicht mehr geraucht werden. Wer es dennoch tut, dem droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro.

Von dem Rauchverbot betroffen sind außerdem alle Behörden, Dienststellen, Gerichte, Anstalten und Stiftungen, für die der Bund zuständig ist, also zum Beispiel Arbeitsämter. Auch auf Bahnhöfen und in Flughäfen sowie in Zügen, Flugzeugen, Taxis und auf Fährschiffen darf künftig nicht mehr gequalmt werden. Ausgenommen sind Gebäude mit abgetrennten und besonders gekennzeichneten Raucherzimmern; in diesen Räumen darf dann allerdings nicht gearbeitet werden.

Auch der Jugendschutz wird verschärft. Zigaretten und andere Tabakwaren dürfen nicht mehr an 16-Jährige verkauft werden, sondern nur noch an Erwachsene. Der Bundestag hatte das Gesetz bereits gebilligt.

Begründet wird das Gesetz damit, dass allein in Deutschland mindestens 3.300 Nichtraucher pro Jahr an den Folgen der Nikotin-Sucht anderer sterben. Bis zum 1. Januar 2009 läuft die Übergangsfrist für Automatenaufsteller, ihre Geräte auf die neuen Jugendschutzbestimmungen umzustellen.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), sprach von einem Meilenstein für den Nichtraucherschutz. „Jetzt kommt es darauf an, dass die Länder möglichst einheitliche Gesetze beschließen, damit wir in ein rauchfreies Jahr 2008 starten“, sagte Bätzing und zielte damit auf die Gesetze für Gaststätten, die den Ländern obliegen. Nicht alle sehen darin ein Rauchverbot in Gaststätten, Krankenhäusern und Landesbehörden (mit Ausnahme separater Räume) vor.