Offiziell hat Beck die Landeschefs für Sonntag nach Mainz eingeladen, um den Hamburger Bundesparteitag im Oktober vorzubereiten. Das Thema Linke werde dabei aber eine wesentliche Rolle spielen, berichtet die Welt. Auslöser seien die Äußerungen von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, der rot-rote Koalitionen – anders als Beck – auch im Westen nicht ausschließen will. Dies war auf teils heftige Kritik aus den SPD-Landesverbänden Niedersachsen, Hessen und Hamburg gestoßen, die im nächsten Jahr vor Landtagswahlen stehen.

«Die Aussagen von Klaus Wowereit sind vor dem Hintergrund der besonderen Situation der Linkspartei in den ostdeutschen Ländern, vor allem in Berlin, zu bewerten. Sie sind aber nicht auf die westdeutschen Länder, schon gar nicht auf Hamburg übertragbar», sagte Hamburgs SPD-Chef Ingo Egloff der Zeitung.

SPD-Fraktionschef Peter Struck schloss ein Bündnis mit der Linken unter Führung des früheren SPD-Chefs Oskar Lafontaine auf Bundesebene erneut strikt aus. «Lafontaine hat nur ein Programm, das heißt: Lafontaine. Und diese Linkspartei ist für mich nichts anderes als die PDS mit neuem Namen», sagte Struck der Märkischen Allgemeinen. Laut einer Umfrage liegt die neue Linkspartei in der Wählergunst mit 14 Prozent derzeit auf ihrem höchsten Wert seit der Bundestagswahl 2005.