In den ersten drei Monaten des Jahres haben 25 Millionen Menschen in Deutschland Waren oder Dienstleistungen über das Internet bestellt . So berichtet es das Statistische Bundesamt an diesem Mittwoch. Damit kaufen 52 Prozent der privaten Internetnutzer online ein - ein kräftiger Zuwachs. Denn seit 2002 stieg diese Zahl um 19 Prozentpunkte an.

Plattformen wie eBay und Amazon sind Aushängeschilder des steigenden Konsums über das Netz. Weltweit verzeichnete der eBay-Konzern im ersten Quartal 2007 ein Plus von 50 Prozent zum Vorjahr. 20 Millionen Menschen sind dort registriert. Aber auch kleinere Auktionshäuser gewinnen immer mehr Kunden. Täglich melden sich 50 bis 80 Mitglieder bei auxion an, inzwischen hat man dort rund 170.000 Teilnehmer.

Die größte Gruppe von Online-Kunden findet man unter den 25- bis 44-Jährigen (63 Prozent). Aber auch in der Altersgruppe ab 65 Jahren nutzte fast jeder Dritte die Möglichkeit der Onlinebestellung. Unter den Internetnutzern ist der Anteil der Männer (54 Prozent), die online einkaufen, höher als der entsprechende Anteil bei den Frauen (49 Prozent).

Mehr als die Hälfte der Internetkunden gab ihr Geld für Bücher, Magazine oder Zeitungen aus. Ebenfalls sehr verbreitet war der Online-Einkauf von Kleidung und Sportartikeln, gefolgt vom Möbel- und Spielzeugkauf. Und mehr als 40 Prozent der Internetkäufer buchten Reisen und Urlaubsunterkünfte oder bestellten Bahn- oder Flugtickets. Mehr als jeder Dritte erwarb außerdem Filme und Musik über das Netz - obwohl kostenlose Tauschbörsen immer mehr Menschen anziehen.

Auch im Netz werden übrigens klassische Rollenbilder gewahrt. Frauen bevorzugen beim Online-Shopping besonders Kleidung, Männer dagegen vor allem Elektronikartikel.