"Steve hat gern die Kontrolle über die Information", sagen zwei Apple-Mitarbeiter, die mit Steve Jobs nach Europa gereist sind, um die Markteinführung des iPhone von Apple anzukündigen. Jobs’ Keynotes sind Kult, allerdings finden sie meist in Kalifornien statt. Wenn dann der Apple-PR-Mitarbeiter am Telefon raunt: "Steve wird da sein", dann fährt man sogar zu einer Pressekonferenz von T-Mobile nach Berlin.

Steve kontrolliert dort heute allerdings weniger die Information als die Nichtinformation. Er zeigt eine Präsentation, deren wesentliche Teile seit einem halben Jahr bekannt sind: Etwa, dass man mit dem iPhone nicht nur telefonieren, sondern auch Musik hören und richtig im Internet surfen kann. Immerhin beweist Jobs guten Geschmack und zeigt mit seinem Telefon die Startseite von ZEIT online an.

Auch nicht gerade neu ist, dass sich T-Mobile und Apple zusammengetan haben , um in Deutschland exklusiv das iPhone zu vertreiben. Die Spatzen pfeifen das schon seit einigen Wochen von den Dächern. Die ersten bisher unbekannten Informationshappen des heutigen Tages sind Einführungsdatum und -preis des iPhones: Ab dem neunten November wird man es für 399 Euro kaufen können. Selbst wenn man die Mehrwertsteuer abzieht, ist das erheblich teurer als die umgerechnet 287 Euro, die das Trendtelefon in den USA kostet.