Im diesem Jahr habe es Treffen mit chinesischen Vertretern gegeben, sagte Zinn Lin von einer in Thailand ansässigen birmanischen Exil-Regierung. "Sie haben uns offiziell nicht anerkannt und wollen auch keine formellen Beziehungen, aber ich glaube, sie wollen unsere Lage und Ansichten kennenlernen", beschrieb er die Kontakte. Offiziell hält sich die Führung in Peking mit Kritik an den seit mehr als 40 Jahren mit eiserner Hand regierenden Militärs zurück.

China hat erhebliche Interessen in Birma, die noch von Plänen für Öl- und Gaspipelines verstärkt werden. Die Treffen chinesischer Funktionäre mit Oppositionsgruppen zeugen nach Ansicht von Anrew Small vom German Marshall Fund in Brüssel davon, dass die Führung in Peking andere Optionen in Birma sondiert, ohne sich offen gegen die herrschenden Militärs zu stellen. Die Junta sieht sich seit Tagen mit massiven Mönchs- und Bürgerprotesten konfrontiert.

Einem chinesischen Experten zufolge hatte eine vom Außenministerium in Peking betriebene Denkfabrik in diesem Jahr einige Oppositionelle aus Birma zu Gast. Der auf Vertraulichkeit Wert legende Experte warnte allerdings vor zu großen Erwartungen in sein Land. "Unser Einfluss ist begrenzt, und wir müssen acht geben, Verbindungen nicht abreißen zu lassen."

Die Proteste in ihrer Heimat unterstützen auch die Exil-Birmanen in Deutschland. "Wir wollen ein demokratisches Land", sagte Htoo Min vom "Burma Büro" am Mittwoch in Frankfurt. Da das Militärregime nicht so leicht nachgeben werde, seien Konfrontationen nicht zu vermeiden. Er hoffe aber, dass die Bevölkerung die Demonstrationen fortsetze.