1832
Wilhelm Busch wird am 15. April in Wiedensahl, einem Dorf bei Stadthagen (zwischen Minden und Hannover), als erstes von sieben Geschwistern geboren. Sein Vater ist Dorfkrämer.

1841
Nach drei Jahren in der Dorfschule wird Busch zu seinem Onkel Georg Kleine, Pfarrer des Dorfes Ebergötzen nahe Göttingen, in Obhut gegeben. Er erhält Privatunterricht.

1844
Zum ersten Mal nach drei Jahren besucht er seine Eltern in Wiedensahl.

1846
Gemeinsam mit seinem Onkel zieht Busch ins niedersächsische Lüthorst, dort wird er ein Jahr später konfirmiert und besteht die Aufnahmeprüfung an der Polytechnischen Schule in Hannover. Er soll Maschinenbauer werden.

1851
Busch verlässt eigenmächtig die Polytechnische Schule. Mit dem Ziel, Maler zu werden, beginnt er an der Kunstakademie Düsseldorf ein Studium.

1852
Von der Düsseldorfer Akademie enttäuscht, wechselt Busch an die Königliche Akademie der schönen Künste in Antwerpen; die Werke der großen holländischen und flämischen Maler des 16. und 17. Jahrhunderts beeindrucken und beeinflussen ihn.

1853
Er erkrankt schwer an Typhus; seine Antwerpener Wirtsleute pflegen ihn gesund. In seinem Elternhaus in Wiedensahl erholt er sich und beginnt Volkslieder, Märchen und Sagen zu sammeln.

1854
Busch zieht nach München, um an der dortigen Kunstakademie zu studieren, doch auch hier sieht er sich in seinen Erwartungen enttäuscht. Er schließt sich dem Künstlerverein JungMünchen an.

1856/57
Busch sucht nach wie vor seinen Weg – er spielt mit dem Gedanken, als Bienenzüchter nach Brasilien zu gehen.

1858
In Lüthorst entsteht die satirische Kleinbürgerkomödie Einer hat gebimmelt und alle haben gebummelt für ein kleines Theater im Nachbarstädtchen. Busch schreibt und zeichnet Theaterzettel und steht sogar auf der Bühne. Im Juni stirbt seine Schwester Anna. Busch besinnt sich und will von nun an sein Ziel, Maler zu werden, ernsthafter verfolgen; er beginnt mit intensiven Anatomiestudien. Den Spätsommer verbringt er mit anderen Künstlern am Starnberger See. Kaspar Braun, der Herausgeber der Fliegenden Blätter und Münchener Bilderbogen , verpflichtet ihn als Zeichner und Karikaturisten; bis 1870 arbeitet Busch für Braun.