Der Amoklauf war für den morgigen Dienstag geplant. An diesem Tag jährt sich die Bluttat vom Emsdetten zum ersten Mal, bei der ein 18-Jähriger an seiner früheren Schule erst 37 Menschen verletzt und dann sich selbst erschossen hatte.

Exakt an diesem Jahrestag wollten zwei Schüler des Kölner Georg-Büchner-Gymnasiums im Alter von 17 und 18 Jahren ebenfalls ein Blutbad unter ihren Mitschülern anrichten. Zwei Armbrüste und 16 Pfeile lagen zu Hause schon parat, neben einer Liste mit 17 Vornamen von Lehrern und Schülern und einigen Softair-Waffen, wie die Polizei mitteilte.

Dass es letztlich nicht zu dem Amoklauf kam, lag an der Wachsamkeit mehrerer Mitschüler: Sie sahen, dass der 17-Jährige Bilder des Massakers an der Columbine High School im US-Bundesstaat Colorado ins Internet gestellt hatte, und alarmierten die Schulleitung.

In einem Gespräch mit Schulleitung und Polizei, das bereits am Freitag stattfand, sagte der Schüler: Er habe die Bilder von dem Amoklauf ins Internet gestellt, um vor solchen Taten zu warnen. Nach dem Gespräch wurde der Junge, der als unauffällig beschrieben wurde, nach Hause geschickt. Auf dem Heimweg warf sich der 17-Jährige vor eine Straßenbahn. Wenig später erlag er seinen Verletzungen.

Die Polizei verstärkte daraufhin ihre Ermittlungen und kam bald auf die Spur seines 18-jährigen Kumpels. Dieser gab den Plan für die Bluttat zu: Die beiden wollten in ihrer Schule eine Reihe von Lehrern und Mitschülern töten und sich danach das Leben nehmen.

Bei Durchsuchungen der Wohnungen beider Schüler stießen die Ermittler auf zwei Armbrüste und mehrere Softairwaffen. Die beiden Armbrust-Waffen wurden laut Polizei von dem 18-Jährige legal erworben, die Softairwaffen sind frei erhältlich. Außerdem stellte die Polizei auch die Computer der beiden Schüler sicher.