Die Investoren nutzen die letzten Wochen des Jahres, um sich für das kommende zu positionieren. Schnell entfernen sie die Verlierer des Jahres aus ihren Portfolien, denn Verlustpositionen machen sich in keiner Bilanz besonders gut.

Das alles spricht dafür, dass zumindest kurzfristig das Schlimmste ausgestanden ist und das Sentiment bald die fundamentalen Faktoren überlagert. Außergewöhnlich ist das nicht: Auch im letzten großen Bärenmarkt zwischen 2000 und 2003, als der Dax mehr als 70 Prozent an Wert verlor, gab es immer wieder kurze Abschnitte, in denen Gegenbewegungen von mehr als zehn Prozent nach oben zu verzeichnen waren. Sie setzten immer dann ein, wenn der Pessimismus besonders groß war – dann legten die Bären eine Pause ein. Doch sie kamen immer zurück, nach einiger Zeit und mit alter Kraft.

Auch jetzt sind die Bären nicht verschwunden. Sie schlafen nur.