Janne Ahonen kämpfte nach seinem Rekord-Triumph mit den Tränen. Mit dem 34. Weltcuperfolg seiner Karriere flog er zum fünften Tourneesieg, womit er den Deutschen Jens Weißflog in der ewigen Bestenliste überflügelte und zum alleinigen Rekordhalter avancierte. "Er ist der Beste", huldigte der Deutsche Michael Neumayer den 30 Jahre alten Finnen, der bereits 1999, 2003, 2005 und 2006 ganz oben auf dem Podest stand.

Aber auch Neumayer hatte allen Anlass, die Fäuste zu ballen und die Freude über den größten Erfolg seiner Laufbahn hinauszuschreien. Ihm gelang es am Dreikönigstag, mit dem dritten Gesamtrang bei der Vierschanzentournee dem deutschen Team das beste Ergebnis seit fünf Jahren zu bescheren. "Das ist ein Hammer und total kurios. Ich kann es kaum fassen", sagte der 28 Jahre alte Berchtesgadener nach dem sensationellen Podestplatz. "Solche Erfolge pushen", sagte Bundestrainer Peter Rohwein.

Mit seinem Höhenflug sorgte Neumayer für das beste deutsche Ergebnis seit dem zweiten Platz von Sven Hannawald 2003 und rettete dem Bundestrainer den Job. Dank der Top-Platzierung ist eine Entlassung des Chefcoaches im Deutschen Skiverband (DSV) zunächst kein Thema mehr. "Manche Diskussionen sind ad absurdum geführt worden. Wir haben an unserem Kurs festgehalten und freuen uns über den Erfolg", sagte DSV-Präsident Alfons Hörmann.

Zu dem trug auch Martin Schmitt bei. Der 29 Jahre alte Routinier aus dem Schwarzwald feierte zum Abschluss mit Rang vier seine beste Saisonplatzierung und verbesserte sich im Gesamtklassement auf den achten Rang. "Das gibt Auftrieb", sagte Schmitt.

Für Michael Uhrmann endete die Tournee dagegen mit einem Debakel. Nachdem der Bayer in den ersten drei Springen zumindest den Wettbewerb erreicht hatte, scheiterte er beim Finale als 50. schon in der Qualifikation. "Schlimm, dass es so endet. Ich bin sehr enttäuscht. Ich habe überhaupt nichts auf die Reihe bekommen. Das war meine schlechteste Tournee", sagte der 29-Jährige.

Er liebäugelt nun mit einer Weltcup-Pause, um sich für die Skiflug-WM in Form zu bringen. "Die ganze Tournee war nervig und schwierig für mich. So tief unten war ich noch nie. Ich muss an grundsätzlichen Dingen arbeiten. Mein Sprung funktioniert überhaupt nicht, vielleicht muss ich da etwas ändern. In dieser Form kann ich der Mannschaft bei der Skiflug-WM nicht helfen", sagte Uhrmann.