„Ich habe ein anderes Politikverständnis als zum Beispiel die Bundeskanzlerin“, sagte Westerwelle im Gespräch mit der ZEIT. „Die sagt: Die Meinungsumfragen sind jetzt so und so, also müssen wir die staatliche Lohnfestsetzung zum Schutz des Postmonopols gegen die private Konkurrenz mitmachen. Das hat dazu geführt, dass erst die SPD und dann die Grünen der Linkspartei hinterhergerannt sind – und zum Ende des Jahres 2007 schließlich die Union der SPD."

Gleichzeitig warf der FDP-Vorsitzende seiner früheren Verbündeten Merkel vor, sich von ihrer einstigen Reformlinie abgewendet zu haben. "Statt die Zeiten guter Konjunktur für gute Reformen zu nutzen, wird die Reformpolitik abgewickelt."

Westerwelle gab sich vor den anstehenden Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen optimistisch, dass seine Partei in beiden Ländern mitregieren werde. "Ich glaube, dass wir sowohl in Hessen als auch in Niedersachsen sehr gute Chancen haben, eine linke Mehrheit zu verhindern."

Mit Blick auf die jüngste Führungsdebatte in seiner Partei räumte Westerwelle ein: "Ich habe persönliche Schwächen und Stärken, wie jeder andere auch." Es sei jedoch "voll gelassener Kampfeslust, weil ich mir innerlich sicher bin.“  

Das vollständige Interview mit Guido Westerwelle lesen Sie in der neuen Ausgabe der ZEIT, die an diesem Donnerstag erscheint.