Bei einem Selbstmordanschlag vor einem Gerichtsgebäude in Lahore sind am Donnerstag nach offiziellen Angaben 22 Menschen getötet worden. Die meisten Opfern seien Polizisten, sagte ein hochrangiger Vertreter der Stadtverwaltung. 60 Menschen seien verletzt worden.

Der Attentäter, der auf einem Motorrad unterwegs gewesen sei, habe den Sprengsatz gezündet, als die Polizei ihn vor dem Gericht zum Anhalten aufgefordert habe, sagte ein Polizeisprecher.  Vor dem Obersten Gericht wollten am Donnerstag Anwälte gegen die Regierung von Präsident Pervez Musharraf demonstrieren. Die Polizisten hatten sich wegen der geplanten Kundgebung von Juristen vor dem Gebäude versammelt.

Vor zwei Wochen war die pakistanische Oppositionsführerin Benasir Bhutto bei einem Anschlag in Rawalpindi im Norden des Landes getötet worden. Im vergangenen Jahr starben in Pakistan mehr als 800 Menschen durch Anschläge. Insbesondere nachdem die Armee im Juli die von radikalen Islamisten besetzte Rote Moschee in Islamabad gestürmt hatte, ist es vielerorts zu Attentaten gekommen. Damals starben etwa hundert Menschen.