Wie schon am Montag trennten sich die Anleger wiederum vor allem von Finanztiteln. Weil der Yen im Verhältnis zum Dollar an Wert gewann, zählten aber auch Exportwerte zu den Verlierern: Aktien von Toyota Motor und Sony büßten jeweils mehr als vier Prozent ein.

Auch an anderen Handelsplätzen in Asien war die Stimmung schlecht: Die Kursverluste an den Börsen in Taiwan, Singapur und Südkorea bewegten sich zwischen drei und fünf Prozent. In Neuseeland und Australien setzten die Börsen ihre Talfahrt ebenfalls fort. In Australien sackte der All Ordinaries Index um 5,7 Prozent ab. In den ersten zwei Handelsstunden verlor er 5,7 Prozent. Das war der 12. Rückgang in Folge - die längste Verluststrecke seit 25 Jahren.

Indien setzt Handel aus

Besonders heftig traf es die wichtigste indische Börse in Mumbai. Dort wurde der Handel nach starken Kursverlusten am Dienstagmorgen zwischenzeitlich ausgesetzt. Der indische Leitindex Sensex war kurz nach Handelsbeginn um 11,53 Prozent eingebrochen und fiel um 2029 auf 15.576,35 Punkte. Der Handel begann um 11 Uhr Ortszeit wieder. Der indische Finanzminister P. Chidambaram rief die Anleger zur Ruhe auf. Schon am Montag war der Sensex um 7,41 Prozent weggesackt. In den vergangenen Jahren hatte der 30 Werte umfassende Aktienindex ein starkes Wachstum verzeichnet.

Die chinesischen Aktienmärkte erlebten am Dienstag auf ein Fünf-Monats-Tief. Der Shanghai-Composite-Index stürzte um 7,22 Prozent auf 4559 Punkte in die Tiefe. In den vergangenen sechs Handelstagen verlor der Index 17 Prozent.

Die japanische Ministerin für Wirtschaft und Fiskalpolitik, Hiroko Ota, sprach sich am Dienstag für eine enge Kooperation der führenden Wirtschaftsnationen im Umgang mit den Börsenstürzen aus. Umgehende Maßnahmen seitens Japans allein schloss sie jedoch aus. Die Turbulenzen hätten ihre Ursache letztlich in der US-Immobilienkrise. Japans Finanzminister Fukushiro Nukaga wies zudem Spekulationen zurück, dass seine Regierung eingreifen könnte, um die Aufwertung des Yen gegenüber dem Dollar zu stoppen.

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