Die Gruppe um Andrew French von der Stemagen Corporation in La Jolla, Kalifornien berichtet im Journal Stem Cells über die Resultate der Forscher. Die Studie erschien am Donnerstag auf der Website des Fachmagazins. Die geklonten Embryos entstanden durch dieselbe Methode, die auch das berühmte Klonschaf Dolly hervor brachte, den somatischen Zellkerntransfer. Alle drei Klonembryonen entwickelten sich nicht über ein frühes Stadium hinaus.

Für das Verfahren wird zunächst die Eizelle einer Spenderin entkernt. Dann entnehmen Forscher den Kern einer erwachsenen Zelle und pflanzen ihn in die fast leere Eihülle. Die Substanzen der Eiflüssigkeit programmieren den neuen, erwachsenen Kern in ein frühes Stadium zurück, so dass sich der «alte» Kern teilt und zu einem «neuen» Embryo entwickelt. Wird dieser Embryo in den Unterleib einer Frau verpflanzt, kann er sich darin zu einem Zwilling des Körperzellspenders entwickeln - so, wie damals auch das Klonschaf Dolly entstand.

Dieses reproduktive Klonen ist aber nicht das Ziel der Wissenschaftler. Sie wollen therapeutisch klonen, sprich: Sie wollen aus den Klon-Embryonen von Patienten Stammzellen für die Therapie gewinnen. Der südkoreanische Forscher Hwang Woo Suk hatte bereits vor drei Jahren für sich in Anspruch genommen, nicht nur einen menschlichen Embryo geklont, sondern aus therapeutischen Klonen von Patienten Stammzellen zu haben. Die Forscher hatten die Resultate jedoch nachweislich gefälscht. French schreibt nun, dass in seinen Experimenten tatsächlich erstmals ein menschlicher Embryo durch das Kerntransfer-Verfahren aus einer erwachsenen Zelle entstanden sei.

Britische Forscher hatten 2005 einen menschlichen Embryo geklont. Sie schleusten den Kern einer embryonalen Stammzelle in eine entkernte Eizelle ein. Die US-Forscher verwendeten nun Kerne von Hautzellen erwachsener Spender.