Der französische Staatspräsident hat am Samstag in einer Rede zur Eröffnung der Landwirtschaftsmesse in Paris angekündigt, er unterstütze Bestrebungen, der französischen Küche den Status eines von der UNESCO geschützten Weltkulturerbes zu verleihen.

Sie sei "die beste Küche der Welt", sagte Sarkozy, Berichten französischer Medien zufolge.

Gemeint ist vermutlich die Liste der "Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit". Mit einem Eintrag verpflichtet sich das jeweilige Land, dieses Erbe zu bewahhren. In Frankreich wäre das eh eine Selbstverständlichkeit; die Pflege der gastronomischen Kultur gilt dort als Staatsaufgabe. Es sei daran erinnert, dass die Nationalversammlung die Gänse- und Entenstopfleber zum nationalen Kulturgut erklärt hatte, um ihre Herstellung vor tierschutzrechtlichen Anfechtungen zu schützen.

Sarkozy hatte seine Rede vor Vertretern der Landwirtschaft gehalten, ein Berufsstand, der in Frankreich in hohem Ansehen steht. Er gilt als konservativ katholisch, und es wird angenommen, dass die private Lebensführung des Präsidenten, zumal sie sehr privat nicht ist, in diesen Kreisen mit Missfallen betrachtet wurde.

Außerdem wiesen französische Medien am Vortag des Ereignisses darauf hin, dass Sarkozy die Gelegenheit nutzen würde, seinesich  in jüngster Zeit verschlechternden Sympathiewerte wieder aufzubessern.

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