Hillary Clinton wittert Morgenluft: Angesichts leicht verbesserter Umfragewerte sind die Hoffnungen bei ihr und ihrem Wahlkampfteam gestiegen, nun doch als demokratische Präsidentschaftskandidatin nominiert zu werden. Spekulationen über ein Ende ihrer Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur wies die ehemalige First Lady bereits zurück.

Auch eine knappe Niederlage gegen den favorisierten Senator Barack Obama könnte Clinton genug Delegiertenstimmen verschaffen, um ihre Chancen zumindest bis zur Abstimmung in Pennsylvania im April zu wahren. "Ich wärme mich gerade erst auf" , sagte Clinton vor Journalisten.

Nach elf Siegen des Konkurrenten stand die 60-Jährige unter enormen Druck, ihr politisches Überleben zu sichern . Selbst ihr Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, hatte Siege in Texas und Ohio als Bedingung dafür genannt, dass ihre Chancen auf die Kandidatur weiterbestehen.

US-Wahlbeobachter wiesen darauf hin, dass Clinton in Texas und Ohio mindestens mit einem Abstand im zweistelligen Prozentpunktebereich vor Obama ins Ziel gehen muss, um dessen Vorsprung bei den Delegiertenstimmen noch einholen zu können. Umfragen zufolge machte Clinton in den letzten Tagen vor der Entscheidung in insgesamt vier Bundesstaaten Boden gut. In Ohio glich sie Obamas Vorsprung von zwei Prozentpunkten aus. Für beide ermittelte die am Dienstag veröffentlichte Umfrage von Reuters, C-Span und dem Houston Chronicle 44 Prozent.

In Texas gelang es der New Yorker Senatorin sogar, das Verhältnis umzukehren und mit 47 Prozent in Führung zu gehen. Obama erreichte auch hier 44 Prozent. Die Umfrage hat allerdings eine Fehlerquote von 3,4 Prozent.

Diese beiden Bundesstaaten könnten am Ende den Ausschlag geben. Folgende Szenarien sind für den weiteren Verlauf des Vorwahlkampfes denkbar: