Nach seinem Sieg im US-Staat Wyoming am Wochenende hat der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama nun auch die Vorwahl im Südstaat Mississippi gewonnen. Nach Auszählung von 80 Prozent der Wahlkreise kam Obama auf 59 Prozent, seine Konkurrentin Hillary Clinton auf 39 Prozent der Stimmen. Ein Sieg Obamas galt im Vorfeld als wahrscheinlich, da mehr als die Hälfte der Wähler im Bundesstaat Schwarze sind.

Damit baut Barack Obama seinen Vorsprung vor Hillary Clinton weiter aus. Nach einer Zählung des US-Fernsehsenders CNN vom späten Dienstagabend kommt Obama nun auf 1607 Delegierte, Clinton auf 1476. Für die Nominierung sind insgesamt 2025 Stimmen nötig. Dennoch wird die Vorwahl in Mississippi kaum den Ausschlag im parteiinternen Kampf geben. Mississippi hat insgesamt weniger Einwohner als Berlin und schickt gerade einmal 33 Delegierte zum Nominierungsparteitag Ende August.

In Mississippi stimmten 90 Prozent der Schwarzen, aber nur ein Drittel der weißen Wähler für Obama. Clinton hatte sich in Mississippi auch wenig Hoffnung auf einen Erfolg gemacht. Sie blieb bereits bei früheren Vorwahlen in den Südstaaten der USA ohne Sieg. Die New Yorker Senatorin setzt auf die nächste Vorwahl in Pennsylvania, die aber erst am 22. April stattfindet.

In einem Interview mit CNN sagte der Obama auf die Frage, ob er sich Clinton als seine Vizepräsidentin vorstellen könne, dass eine solche Entscheidung verfrüht sei. Erst wenn er die Nominierung gewonnen habe, werde er seine Wahl treffen. Die Senatorin aus New York sei aber eine "fähige Person, die jeder auf der Liste hätte". Zuvor hatte Ex-Präsident Bill Clinton vorgeschlagen, dass seine Frau gemeinsam mit Obama als Vizepräsidentschaftskandidat ins Rennen um das Weiße Haus einsteigt. Das wies der 46 Jahre alte Senator aber umgehend zurück. Er verstehe nicht, wie jemand mit weniger Delegiertenstimmen ihm die Vizepräsidentschaft anbieten könne.