Die heftigen Auseinandersetzungen der vergangenen Tage ließen keine sachliche Verteidigung mehr zu, sagte Krause am Montag in Erfurt. Deshalb habe er Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) gebeten, ihn nicht zum Minister zu berufen. «Ich sehe keine Möglichkeit, das sensible Amt in angemessener Sachlichkeit erfolgreich ausüben zu können.» Krause sollte am Donnerstag im Parlament vereidigt werden.

Seine Berufung war von der SPD und Vertretern der jüdischen Gemeinschaft heftig kritisiert worden. Krause hatte 1998 vier Monate lang als Redakteur für die Zeitung «Junge Freiheit» gearbeitet. Er hatte auch für das «Ostpreußenblatt» und die ebenfalls rechtsintellektuelle Zeitschrift «Etappe» geschrieben.

Krause sagte dazu, er könne verstehen, dass dieser Arbeit Skepsis entgegengebracht werde. Seine Texte seien jedoch über jeden Zweifel erhaben. «Obwohl seit mehr als einer Woche intensiv nach 'umstrittenen' Zitaten von mir gefahndet wird, haben meine Kritiker nichts gefunden. Deshalb werden Verdrehungen und Entstellungen skandalisiert.» Diese Auseinandersetzung, die auch in sein Privatleben eingreife, wolle er nicht länger führen.