Rückendeckung für Löw DFB-Präsident Theo Zwanziger gibt seinem Bundestrainer Rückendeckung. „Egal was passiert, Joachim Löw bleibt bis 2010 unser Trainer. Es gibt keine Alternative zu ihm. Das ist völlig unabhängig davon, ob wir bei der EM weiterkommen oder nach der Vorrunde ausscheiden sollten, wovon ich nicht ausgehe“, sagte der Verbandschef nach der 1:2-Niederlage der DFB-Auswahl gegen Kroatien. Er sei nach wie vor hundertprozentig von der Arbeit Löws überzeugt, sagte Zwanziger weiter. Die Mannschaft sei so aufgestellt, dass man auch bei den Turnieren 2010 und 2012 erfolgreich sein könne.

Reue beim RotsünderBastian Schweinsteiger räumte in einer über den Deutschen Fußball-Bund (DFB) verbreiteten Stellungnahme ein, beim Revanchefoul an dem Kroaten Jerko Leko „falsch reagiert“ zu haben. Eine Entschuldigung an die Teamkollegen richtete er in dem Statement nicht, er will der Mannschaft vielmehr am kommenden Montag beim Gruppenfinale gegen Österreich in Wien auf der Tribüne kräftig die Daumen drücken. Die Disziplinar-Kommission der UEFA hat den Bayern-Star wegen Unsportlichkeit für ein Spiel gesperrt. Damit ist „Schweini“ noch gut bedient. Hätten die Kommissare den Schubser als Tätlichkeit bewertet, hätte er mindestens drei Spiele aussetzen müssen.    

Angela, hilf! Beistand von oben: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist zum Gruppen-Finale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und wird das Team am Montag gegen Österreich im Stadion unterstützen. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hatte die Bundeskanzlerin dazu eingeladen. In Wien trifft Merkel am Montag zunächst zu einem Gespräch mit Gusenbauer über aktuelle politische Fragen zusammen. Danach sehen sich beide Regierungschefs das mit Spannung erwartete Spiel Deutschland gegen Österreich an. Nach dem 1:2 gegen Kroatien will die DFB-Elf im Gruppen-Finale ein Aus in der Vorrunde verhindern. Dazu reicht ein Unentschieden.

Wässriger Siegestaumel In Kroatien wurde der Sieg über Deutschland wie der EM-Titel gefeiert. Neben den klassischen Straßenfesten und Autokorsos lieben es die Menschen auf dem Balkan nass. Vor ihrem Glückstaumel waren praktisch kein Springbrunnen und kein Wasserspiel sicher: Die Fans suchten Abkühlung. In Split und Dubrovnik sowie in anderen Städten an der Adria sprangen die Menschen zu Tausenden ins Meer. Selbst der Regen konnte ihnen nichts anhaben. Viele tanzten auf den Promenaden nur mit Unterwäsche bekleidet. „Es war wie ein Vulkanausbruch. Das Land befindet sich in Extase“, beschrieb ein Reporter die Szenen.

Wölfe auf Weltmeisterjagd Der VfL Wolfsburg hat nach Außenverteidiger Cristian Zaccardo den nächsten aktuellen Weltmeister verpflichtet. Die Niedersachsen verpflichteten Andrea Barzagli vom US Palermo. Der Innenverteidiger soll in den kommenden Tagen einen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnen. „Es spricht für unsere Arbeit, dass ein Spieler dieses Formats zum VfL Wolfsburg wechselt. Er bringt die Qualität mit, die wir im Kader brauchen - auch im Hinblick auf die UEFA-Cup-Teilnahme“, sagte der Cheftrainer der „Wölfe“, Felix Magath. Über die Ablöse machten die Vereine keine Angaben.

Rooneys EM-Ersatz: Hochzeit Da England nicht für die EM qualifiziert ist, bleibt Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Stürmerstar Wayne Rooney hat an der malerischen ligurischen Küste südlich von Genua seine Freundin Colleen McLoughlin geheiratet. Besondere Überraschung Rooneys für seine Braut: Neben den 64 Gästen - darunter auch die extra eingeflogenen Nationalmannschaftskollegen Wes Brown und Steven Gerrard - ließ der Bräutigam als Band die ehemalige Boy-Group «Westlife» kommen, eine der Lieblingsgruppen der Braut. Die Feierlichkeiten - inklusive Junggesellenabschied auf Ibiza - hat sich der Star von Manchester United angeblich fünf Millionen Euro kosten lassen.