Das Angebot klingt attraktiv: "Kostenfreie Energie aus der Natur" verspricht EnBW seinen Kunden. Als "zukunftssichere Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen" preist das süddeutsche Energieunternehmen seinen Kunden die Wärmepumpe an. Das Gerät wandelt Energie aus der Erde um. Damit lässt sich etwa eine Fußbodenheizung betreiben. "Dank Ihrer eigenen Wärmepumpe sind sie unabhängig vom Ölpreis."

Vom Ölpreis vielleicht - aber längst noch nicht unabhängig vom Strompreis, denn eine Wärmepumpe verbraucht auch elektrische Energie. Doch hier kommt EnBW den Kunden entgegen: Der Tarif "WärmePlus" bietet vergünstigte Preise, vor allem einen günstigen Nachttarif. Das soll den Wechsel noch attraktiver machen. Alle vier großen Stromkonzerne bieten zurzeit solche Wärmepumpen-Tarife an.

Das Marketing ist erfolgreich. Schon jetzt sind nach Angaben des Bundesverbands Wärmepumpe 300.000 solche Geräte in deutschen Haushalten installiert, ein neuer Rekord. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 45.000 Stück verkauft. Das ist mehr als 2006 - obwohl der Wärmemarkt insgesamt stagnierte.

Zudem fördert der Bund die Wärmepumpe. Zum einen gibt es Zuschüsse im sogenannten Marktanreizprogramm, das bis Anfang 2007 vor allem Solarkollektoren co-finanzierte, seit Anfang des Jahres aber auch Wärmepumpen.

Zudem plant die Bundesregierung, die Wärmepumpen im Erneuerbare-Energien- Wärmegesetz zu unterstützen. Das Gesetz soll sicherstellen, dass in Häusern verstärkt mit Öko-Energien geheizt wird. Auf 14 Prozent will die Bundesregierung den Anteil erneuerbarer Energien am Wärmebedarf steigern.

Dabei setzt sie auch auf die Wärmepumpe. Sie gilt als ökologisch, weil sie einen großen Anteil der Energie umweltfreundlich aus dem Boden oder der Luft holt - ohne dass das Treibhausgas Kohlendioxid anfällt.