Es ist nicht wirklich augenfällig, aber Handys, Schwarzbrot und Kühe haben viel gemeinsam. Alle drei können zum Beispiel sehr gefährlich für die Gesundheit sein. Schwarzbrot kann Nierenkrebs befördern. Rindfleisch die Creutzfeld-Jakob- Krankheit auslösen. Und Handys Tumoren im Gehirn verursachen.

Bewiesen ist das alles natürlich nicht. Aber es gibt wissenschaftliche Indizien für jeden dieser drei Zusammenhänge. Genauso, wie es zahlreiche Indizien gibt, die dagegen sprechen. Deshalb weiß man's halt nicht so genau.

Auch das Bundesamt für Strahlenschutz weiß nicht sicher, ob Handystrahlung nun krebserregend ist oder nicht. Trotzdem hat es jetzt einen Bericht veröffentlicht , in dem es heißt, für Erwachsene seien die kleinen Plapperkolben ungefährlich.

Eine gute Nachricht, die sich aber leider nicht auf neue Erkenntnisse stützt - und schon gar nicht auf Beweise. Eine "neue Studie" jedenfalls, von der jetzt vielerorts zu lesen ist, gibt es gar nicht.

Vielmehr handelt es sich bei der zitierten Feststellung um das großzügige Fazit eines sechs Jahre währenden Projekts, das 54 Studien rund um die Handystrahlung umfasste, 17 Millionen Euro kostete und jeweils zur Hälfte vom Bund und den Mobilfunkbetreibern finanziert wurde. Derzeit schließen die Beteiligten das "Deutsche Mobilfunk- Forschungsprogramm" (DMF) mit einer kleinen Tagung in Berlin ab. Der Bericht dokumentiert, was man so alles herausgefunden hat.