Bei den Friedensbemühungen mit Syrien setzt Israel offenbar auf ein persönliches Treffen von Ministerpräsident Ehud Olmert mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Einen solchen Vorschlag werde die israelische Delegation bei den derzeit unter türkischer Vermittlung laufenden Gesprächen unterbreiten, verlautete aus israelischen Kreisen.

Das Treffen könne am 13. Juli am Rande des Gipfeltreffens der EU und anderer Mittelmeer-Anrainer in Paris stattfinden. Die letzten direkten Gespräche im Jahr 2000 scheiterten an der syrischen Forderung nach einer vollständigen Rückgabe der von Israel 1967 besetzten Golanhöhen.

Es gehe nicht um ein stundenlanges Treffen, hieß es in den Kreisen. Auch ein kurzer direkter Kontakt beider Politiker könne die Dinge voranbringen. Israelische Regierungsvertreter hatten sich vergangene Woche für direkte Verhandlungen mit den Syrern ausgesprochen. Bei der Gesprächsrunde Mitte Mai in einem Istanbuler Hotel pendelten noch türkische Vermittler zwischen beiden Delegationen.

Die israelische Delegation setze jedoch nicht allzu große Hoffnungen auf ein Zustandekommen zum jetzigen Zeitpunkt, hieß es. "Assad braucht zunächst etwas Konkretes in der Hand." In der Frage der Rückgabe der Golanhöhen hat sich Olmert in der Vergangenheit nur vage geäußert und lediglich von schwierigen Zugeständnissen gesprochen, die für einen Frieden mit Syrien nötig sein könnten.

Israel verlangt von Syrien zudem, auf Distanz zu Iran zu gehen und nicht länger militante Palästinenser und Libanesen zu unterstützen. Diese Bedingung lehnt Syrien ab.