Jens Lehmann (2-)
Die deutsche Nummer eins brachte endlich die erwartete Leistung: Lehmann zeigte Übersicht, strahlte Sicherheit aus und beherrschte seinen Strafraum. Obwohl er nur selten ernsthaft gefordert wurde, geht er gestärkt aus diesem Spiel hervor.

Arne Friedrich (3)
Friedrich konnte seine Chance als Vertreter von Marcel Jansen nutzen. In der ersten Hälfte sicherte er die Vorstöße von Clemens Fritz effizient ab und schaltete sich auch selbst ins Angriffsspiel ein. In der zweiten Hälfte beschränkte er sich auf Abwehrarbeit, agierte unauffällig, machte kaum Fehler.

Per Mertesacker (3)
In der zweiten Halbzeit zeigte Mertesacker endlich wieder seine Klasse. Die verzweifelt anrennenden Österreicher fanden in dem zweikampfstarken Bremer ihren Meister. Insgesamt passt die Abstimmung mit seinem Kollegen in der Innenverteidigung aber noch nicht. Selbst gegen die spielerisch schwächere Austria-Elf geriet die Defensivabteilung mehrfach unter Druck – kein gutes Vorzeichen gegen die schnellen Pässe der Portugiesen.        

Christoph Metzelder (4-)
Besonders Christoph Metzelder muss sich steigern, wenn die Deutschen im Viertelfinale eine Chance haben wollen. Der Innenverteidiger war zwar besser als gegen Kroatien, wurde aber auch weit weniger gefordert als beim letzten Spiel. Ihm ist immer noch die mangelnde Spielpraxis anzumerken. Nur selten wirkte er souverän, viele Bälle drosch er ohne Not ins Aus, anstatt sie durchdacht nach vorne zu passen. 

Phillip Lahm (2)
Der Bayernprofi ist derzeit einer der drei besten Außenverteidiger der Welt. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten fand Lahm besser ins Spiel. Seine Defensivaufgaben verrichtete er gewohnt souverän und schaltete sich immer wieder gefährlich in de Offensive ein. Einen langen Sprint Lahms durch die halbe österreichische Hälfte konnte Iwanschitz nur durch ein Foul stoppen, der fällige Freistoß brachte das Siegtor.

Torsten Frings (5)
Würde man nur die ersten 60 Minuten betrachten, müsste man Frings als Totalausfall bezeichnen. Fast jeder Pass über mehr als zehn Meter landete beim Gegner, nach hinten sorgte der Bremer mehrfach mit Unsicherheiten für Gefahr. Erst gegen Ende konnte Frings zeigen, warum er das Vertrauen des Bundestrainers genießt. Er stand besser in der Defensive und kam kurz vor Schluss noch einmal gefährlich vors Tor der Österreicher.

Michael Ballack (3)
Der Mannschaftskapitän ließ zum richtigen Zeitpunkt seine Führungsqualitäten aufblitzen. Er trieb seine Kollegen an, kämpfte um den Ball und versuchte, Struktur in die Offensivbemühungen der DFB-Elf zu bringen. Der Freistoßtreffer zur Führung war eines der schönsten Tore der bisherigen EM. Die Brillanz wie zuletzt beim FC Chelsea konnte Ballack allerdings nicht ausstrahlen. Seinen Pässen mangelte es teilweise an Präzision, gegen die am Ende blind anrennenden Österreicher konnte er keine Konter einleiten.