Wie der TV-Konzern am Dienstag mitteilte, wird de Posch seinen Posten auf eigenen Wunsch bis zum Ende des Jahres räumen. Gründe nannte das Unternehmen zunächst nicht.

De Posch selbst begründete seinen Schritt in der Mitteilung damit, nach der Übernahme der skandinavischen Senderkette SBS eine neue Herausforderung suchen zu wollen. ProSiebenSat.1 stehe auf einer soliden Basis. Ein Nachfolger für de Posch soll nun in den kommenden Monaten gefunden werden.

Aufsichtsratschef Götz Mäuser, Partner beim Finanzinvestor Permira, einem der Mehrheitseigentümer des Unternehmens, bedauerte de Poschs Entscheidung und würdigte seine Arbeit. In den Vorstand rückt nun Andreas Bartl auf. Er behält seine bisherige Zuständigkeiten für das deutschsprachige Fernsehgeschäft.

Der Konzern steckt momentan in einer Phase des Umbruchs. Seit der SBS-Übernahme im vergangenen Jahr sitzt ProSiebenSat.1 auf einem Schuldenberg von rund 3,5 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal lief das Geschäft obendrein nicht rund. Wegen sinkender Werbeeinnahmen und schwächerer Quoten auf dem Heimatmarkt war das operative Ergebnis um ein Viertel eingebrochen. Auch der Umsatz ging zurück. Das Unternehmen erklärte die Entwicklung mit einer Umstellung des Werbezeitenmodells.