Damit will die Regierung zeigen, dass sie die Vereinbarungen zum Abbau ihres Atomprogramms einhält. Der Reaktor von Yongbyon kann Plutonium zur Herstellung von Nuklearwaffen liefern.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die kommunistische Regierung Nordkoreas eine umfangreiche Auflistung ihres Kernwaffenprogramms an China überreicht. Die USA wollen im Gegenzug Handelssanktionen gegen das Land aufheben und es von der Liste der Terrorunterstützer streichen.

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak nannte die Zerstörung des 25 Meter hohen Kühlturms ein Ereignis von politischer Symbolkraft. Die Sprengung stelle nur einen ersten Schritt zur Schaffung einer nuklearwaffenfreien koreanischen Halbinsel dar, hieß es in einer Erklärung seines Büros in Seoul. Daher müsse Nordkorea noch "zahlreiche zusätzliche Schritte bis zur vollständigen atomaren Abrüstung unternehmen".

Auch ein Vertreter der chinesischen Regierung bezeichnete die Sprengung als wichtigen symbolischen Akt, der eine gute Basis für weitere Gespräche schaffe. China ist Gastgeber der Sechs-Länder-Gespräche, die das Ende des nordkoreanischen Atomprogramms zum Ziel haben. Neben China und Nordkorea nehmen die USA, Südkorea, Japan und Russland daran teil.

Im Mai hatte Nordkorea bereits eine Dokumentation seines einzigen Atomreaktors übergeben. Aus der Anlage kam auch das Material, den das kommunistische Regime für seinen ersten Atomwaffentest im Oktober 2006 benötigte. Bis zur Schließung soll hier Material für bis zu einem Dutzend Sprengköpfe produziert worden sein.