Die Ratingagentur Moody's hat der weltweiten Automobilbranche eine düstere Zukunft vorausgesagt. In den größeren Märkten wie den USA, Westeuropa und Japan sei in den nächsten Monaten mit einer stark sinkenden Nachfrage zu rechnen. Dies könnten auch die zu erwartenden Zuwächse in Schwellenländern wie Russland, Brasilien, Indien und China nicht wettmachen.

Moody's geht davon aus, dass die Absatzzahlen in den USA in diesem Jahr um neun Prozent oder mehr im Vergleich zu 2007 fallen werden. Für Spanien erwarten die Analysten einen Rückgang von 15 Prozent und für Italien von zehn Prozent.

In Deutschland dürften die Verkaufszahlen nach Einschätzung der Experten dagegen um 2,5 Prozent steigen. Für Russland sei ein Plus von 20 Prozent und für Brasilien von bis zu 15 Prozent zu erwarten.

Grund für den negativen Ausblick seien die explodierenden Kosten für Benzin und Rohstoffe sowie zunehmende Auflagen für den Schadstoffausstoß in den USA. Hinzu käme der schwache Dollar und die extrem gesunkene Nachfrage in Amerika nach Lkw und Sprit fressenden Geländewagen. Schwierigkeiten dürften vor allem die großen amerikanischen Hersteller bekommen.

Diese verbuchten im ersten Halbjahr abermals empfindliche Absatzeinbußen auf ihrem Heimatmarkt, während die ausländischen Anbieter von Kleinwagen und sparsamen Autos mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor (Hybridfahrzeuge) zulegten und mit der Produktion der Fahrzeuge teilweise nicht mehr hinterherkommen. Der Markt in den USA schrumpfte in den ersten sechs Monaten des Jahres um zehn Prozent auf 7,5 Millionen verkaufte Autos.