Der Vulkan Usu mit seinen heißen Quellen gibt eine passende Kulisse für den diesjährigen G-8-Gipfel ab. Seit Montag beraten die Regierungschefs der acht führenden Industrieländer auf einem Hügel am Toya-See im Süden von Japans nördlicher Hauptinsel Hokkaido über die Zukunft unseres Planeten.

Immerhin, in der Klimafrage haben sie am Dienstag schon eine - wenn auch sehr weit in die Zukunft reichende - Einigung erzielt: Sie wollen ihren CO2-Ausstoß bis 2050 halbieren.

Ihr Gastgeber, Premierminister Yasuo Fukuda, allerdings denkt wohl eher über seine eigene Zukunft nach. In Toyako will er der Welt die Schönheit der japanischen Natur vorführen und gleichzeitig die unter neoliberalen Reformen und Alterung leidende Wirtschaft der abgelegenen Region stimulieren.

Vielleicht ist es sein letzter großer Auftritt. Denn, noch kein Jahr im Amt, wird sich Fukuda nicht mehr lange als Premierminister halten können. Zu stark ist die Ablehnung im Volk, sogar in der eigenen Partei. Wäre Japan nicht Gastgeber des diesjährigen Gipfels - er wäre vielleicht schon weg.

Doch noch darf sich Fukuda um ein Treffen kümmern, das jeden Rahmen zu sprengen droht. Schon die Liste der Gäste lässt das erkennen.

Deutschland, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Russland, die Vereinigten Staaten und die Europäische Kommission bilden den harten Kern. Zur Vorbereitung kamen die G-8-Minister für Entwicklung, Arbeit, Umwelt, Justiz, Finanzen, Wissenschaft und Äußeres zu separaten Treffen in verschiedenen japanischen Städten zusammen.