Der Konzern teilte am Samstagmittag mit, dass vor allem im Raum Köln und Frankfurt/Main noch mit Einschränkungen zu rechnen sei. Einer aktuellen Übersicht der Bahn zufolge fallen zahlreiche Verbindungen zwischen Köln und Basel komplett aus. Zwischen Frankfurt/Main und Paris verkehren Ersatzzüge. Die Strecken in Nord- und Ostdeutschland sind von den Behinderungen nicht betroffen.

Von den 61 Zügen der betroffenen Baureihe ICE 3 sei mittlerweile schon jeder vierte überprüft und wieder in Betrieb, sagte eine Bahnsprecherin. Zudem würden mehr als 60 Prozent der ICE-3-Fahrten bedient - teilweise allerdings mit Ersatzzügen, die langsamer fahren und weniger Komfort bieten. Die Züge sind die modernste Version der ICE-Flotte.

Am Mittwoch war am Kölner Hauptbahnhof ein ICE 3 mit gebrochener Achse entgleist. Niemand wurde verletzt. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge ist der Unfall offenbar nicht durch eine Notbremsung des Zugpersonals ausgelöst worden. "Das war nicht die Ursache der Entgleisung", zitierte Der Spiegel den Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld. Sprecher der Deutschen Bahn hatten am Freitag erklärt, das Fahrpersonal habe den Zug mit einer Notbremsung gestoppt, weil verdächtige Geräusche zu hören waren.

Fahrgäste hatten allerdings schon rund eine Stunde vorher auf diese Geräusche aufmerksam gemacht, wie die Staatsanwaltschaft berichtete. Sie ermittelt derzeit gegen unbekannt wegen Gefährdung des Bahnverkehrs.

Nach der Notbremsung kurz nach der Ausfahrt aus dem Kölner Hauptbahnhof war der Zug mit einem Achsbruch aus den Gleisen gesprungen. Niemand wurde verletzt. Die Notbremse wurde, so berichtet Der Spiegel, Erkenntnissen der Ermittler zufolge gezogen, weil im Bahnhof bereits Metallteile der kaputten Achse herausstanden und über Gleise und deren Verschraubungen schleiften.