ZEIT ONLINE: Herr Nowitzki, heute startet in Athen das Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele. Schaffen Sie es mit der deutschen Nationalmannschaft nach Peking?

Dirk Nowitzki: Es wird sehr schwer. Von zwölf Mannschaften fahren nur die ersten drei nach Peking. Die Griechen sind mit Sicherheit der schwerste Gegner, und wir könnten bereits im Viertelfinale auf sie treffen. Hinzu kommen starke Teams wie Kroatien, Slowenien oder Brasilien. Auch die anderen Mannschaften sind nicht zu unterschätzen. Aber ich bin hoch motiviert, will mir nach der verpassten Meisterschaft in der NBA auf jeden Fall meinen Olympiatraum erfüllen. Klar ist aber auch, dass wir viel konstanter als bei der Europameisterschaft im Vorjahr spielen müssen.

ZEIT ONLINE: Sie sind 30 Jahre alt und spielen seit zehn Jahren in der NBA. Machen sich Verschleißerscheinungen bemerkbar?

Nowitzki: Ich bin körperlich noch gut dabei, fühle mich topfit und habe hoffentlich noch viele Jahre guten Basketball vor mir. Das Gute ist, dass ich mich noch nie schwer verletzt habe. Zwar hatte ich immer mal wieder Probleme mit den Sprunggelenken, habe mir Verstauchungen zugezogen, aber bisher musste ich noch nie mehr als sechs Spiele pausieren. Ich habe ganz gutes Heilfleisch. Mit 29, 30 ist man außerdem im perfekten Basketballalter. Da hat man auch die Erfahrung, die man braucht.

ZEIT ONLINE: Der Spielplan in der NBA umfasst 82 Partien, plus Play-offs. Dazu spielen Sie regelmäßig für die deutsche Nationalmannschaft. Außer Basketball spielen machen Sie nichts anderes?

Nowitzki: Wenn ich Zeit habe, lese ich ganz gerne, spiele Gitarre, Saxofon oder auch Tischtennis. Ich habe extra einen Tischtennis-Raum und bin daheim noch ungeschlagen.