Sony steht jetzt allein da, ohne die drei Buchstaben BMG. Die deutsche Bertelsmann Music Group hat ihre Anteile am Musikkonzern verkauft, DIE ZEIT berichtete ausführlich. Bertelsmann glaubt einfach nicht mehr daran, dass mit Musik künftig noch Geld zu verdienen ist.

Wenn schon nicht Musik, dann doch vielleicht mit Musik-Fotos, dachte sich Sony und schickte seine Mitarbeiter in den Keller. Dort fanden sich Tausende bisher unveröffentlichter Fotografien von Künstlern Billy Holiday, Johnny Cash, Miles Davis und Bob Dylan. Die Firmenchefs von Sony rochen Profit und ließen schnell das Label Icon Collectibles gründen. Limitierte Abzüge der Fotos, die jahrelang unbeachtet in den Archiven lagerten, können nun für Preise zwischen 300 und 1700 Dollar erworben werden.

Das Label Rhino Entertainment des konkurrierenden Warner-Konzerns hingegen hat sich auf den Verkauf alter Konzertplakate von Bo Diddley, The Grateful Dead und Jefferson Airplane spezialisiert. Zwischen 600 und 1900 Dollar kostet der psychedelische Wandschmuck. "Der Verkauf von Artwork wird nie das Hauptgeschäft der Plattenfirmen bestimmen, aber der gebeutelten Musikindustrie bedeuten reproduzierte Archivbilder ein solides Einkommen ohne Kostenaufwand", schreibt der Rolling Stone.

Die Buchse baumelt in den Kniekehlen, bunte Boxershorts lugen über den Hosenbund – das nennt man Sagging. Diese Mode gefällt nicht jedem. Der Rapper Dooney Da Priest hat mit seinem Lied Pull Your Pants Up! den tiefsitzenden Hosen den Kampf angesagt. Das Stück sei die "Hymne einer neuen Bewegung", schreibt Dooney auf seiner MySpace-Seite. Und er überrascht mit einer bizarren Formel: "Saggin’ ist das N-Wort rückwärts buchstabiert." Dooneys Engagement gegen die Baggy Pants ist so neu nicht. Der Rapper war bereits aktiv in der Anti-Sagging Pant Campaign des texanischen Politikers Dwaine Caraway.