Handball: Mühevoller Auftaktsieg

Das Handball-Team von Bundestrainer Heiner Brand gewann gegen Südkorea mit 27:23 und machte in der Vorrundengruppe B einen ersten Schritt Richtung Viertelfinale. Im Olympic Sports Center Gymnasium war der Lemgoer Michael Kraus mit sieben Treffern bester Werfer gegen den Asienmeister. Aber "weltmeisterlich war das noch nicht", gestand Team-Senior und Kreisläufer Christian Schwarzer. Mit einem Kraftakt und Glanzparaden von Torhüter Johannes Bitter verhinderten die Handballer einen Turnier-Fehlstart. "Man konnte den großen Druck merken und den Respekt, der vor Korea auch angebracht ist", erklärte Heiner Brand, dem die Erleichterung anzumerken war, nach dem Spiel. Die Frauen-Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) hatte auf dem langen und beschwerlichen Weg zum erhofften Edelmetall tags zuvor einen 24:22 (11:12)-Erfolg gegen Brasilien vorgelegt.

Beachvolleyball: Siege im strömenden Regen

Den deutschen Beachvolleyball-Mannschaften gelang ein verheißungsvoller Start in das olympische Turnier. Alle vier Duos des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) gewannen ihre Auftaktspiele und legten im Sand des Beachparks Chaoyang die ersten Schritte auf dem Weg in das Achtelfinale zurück. Julius Brink/Christoph Dieckmann setzten sich im strömenden Regen und Blitz und Donner mit 2:0 gegen die Japaner Asahi/Shiatori durch. Die Europameisterinnen Sara Goller/Laura Ludwig schlugen bei ihrer Olympia-Premiere die Südafrikanerinnen Augoustides/Nel ebenfalls 2:0. Tags zuvor waren Okka Rau/Stephanie Pohl gegen die Kubanerinnen Ribalta/Crespo und David Klemperer/Eric Koreng gegen die Norweger Kjemperud/Skarlund ebenfalls mit Siegen in die von DVV-Präsident Werner von Moltke ausgegebene Mission "Medaillennähe" gestartet. Beide Teams klagten über die Hitze und "dicke Luft".

Schwimmen: Enttäuschungen in Serie

Platz fünf mit der Freistilstaffel über 4x100-Meter - das stand so nicht auf dem China-Plan. Mit hängenden Schultern, traurigem Blick und zittriger Stimme musste Britta Steffen, Deutschlands Schwimm-Medaillenhoffnung in den Katakomben des "Wasserwürfels" von Peking das tun, was sie überhaupt nicht leiden kann: eine Niederlage kommentieren. Sie rang darum, sich und ihr Innenleben zu sortieren. "Jetzt bin ich erstmal leer", hielt die Berlinerin fest. Auch die Europarekordhalterinnen Sarah Poewe und Helge Meeuw schieden in den Vorläufen aus. Die Wuppertalerin Poewe verlor dazu ihren Europarekord über 100-Meter-Brust an die Russin Julia Efimowa, die 1:06,08 Minuten schwamm. Poewe schlug nach 1:08,69 Minuten an und schied damit als maßlos enttäuschende 20. aus. Auch Thomas Rupprath enttäuschte und verpasste die Qualifikation. Lediglich Antje Buschschulte aus Magdeburg über 100-Meter-Rücken und Paul Biedermann, Europameister über 200-Meter-Freistil erreichten die Halbfinals. Biedermann wurde in 1:47,09 Minuten Zehnter. Weltrekordler Michael Phelps aus den USA hielt sich als Vierter mit 1:46,48 Minuten zurück. Die US-Staffel der Männer schwamm dagegen über 4-x-100-Meter-Freistil in 3:12,23 Minuten schon im Vorlauf Weltrekord. Frankreich gelang in 3:12,36 eine Europa-Bestmarke, die ebenfalls noch unter der alten US-Bestzeit von 3:12,46 lag. Deutschland schied auch in der Staffelwertung als 15. aus.