Der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer kritisiert Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Abwesenheit bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking. Der ZEIT sagt Hainer: "Ich anstelle der Bundeskanzlerin oder des Außenministers wäre hingegangen, weil ich fest davon überzeugt bin, dass man nur durch Reden weiterkommen kann. Die Olympischen Spiele sind ein Ort der Völkerverständigung. Durch Abwesenheit kann man hier nichts Positives beitragen." Anders als etwa das durch den Präsidenten vertretene Frankreich hatte die Bundesregierung nur den deutschen Botschafter in Peking zur Eröffnungsfeier geschickt.

Merkel hatte im vergangenen Jahr den Dalai Lama empfangen und sich damit viel Ärger in China eingehandelt. Hainer sagt, der Tibet-Konflikt habe nicht in wenigen Monaten vor den Olympischen Spielen gelöst werden können. "Er besteht schon mindestens 49 Jahre, seit der Flucht des Dalai Lamas im Jahr 1959", erklärt der Manager. Der Konflikt müsse diplomatisch gelöst werden, sagt der Manager: "Da hilft kein Boykott der Olympischen Spiele."

Der Adidas-Chef verteidigt das starke Engagement das Sportartikelherstellers in China und kündigte ein weiteres Wachstum dort an: "Wir haben hier jetzt 5000 Geschäfte, in zwei Jahren werden es über 7000 sein. Schon 2010 werden wir über eine Milliarde Euro Umsatz in China machen. Und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange."

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