Der Tarifkonflikt beim Bodenpersonal der Deutschen Lufthansa ist damit endgültig beigelegt. Die Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di unter den 34.000 Beschäftigten nahmen die Tarifeinigung in einer Urabstimmung mit weit mehr als den erforderlichen 25 Prozent an. 51 Prozent hätten für die Annahme gestimmt, teilte ver.di am Mittwoch mit.

Damit werden die Gehälter und Ausbildungsvergütungen rückwirkend zum 1. Juli in einem ersten Schritt um 5,1 Prozent erhöht. Ein Jahr später folgt ein zweiter Erhöhungsschritt um 2,3 Prozent. Hinzu kommt eine Einmahlzahlung einschließlich einer ergebnisabhängigen Komponente. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2010. Ob der Abschluss auch für die Flugbegleiter gilt, hängt von Verhandlungen mit deren Gewerkschaft UFO im kommenden Jahr ab. UFO fordert deutlich mehr Geld.

Die Lufthansa begrüßte den "positiven Abschluss". Die Auswirkungen der fünftägigen ver.di-Streiks seien aber weiterhin zu spüren. Noch bis diesen Sonntag fallen pro Tag acht Flüge aus, davon zwei Interkontinentalverbindungen. Ver.di-Vorstand Erhard Ott betonte mit Blick auf die Urabstimmung, eine Mehrheit der Beschäftigten akzeptiere das Ergebnis. Es habe aber auch kritische Stimmen gegeben, die in die künftige Tarifpolitik einfließen sollten.

Die Streiks im Zuge des Tarifstreits hatten der Airline im Urlaubsmonat Juli rückläufigen Passagierzahlen beschert. Trotz der Einigung beim Bodenpersonal kam die Lufthansa allerdings bislang nicht zur Ruhe. So ist bislang bei der Lufthansa-Tochter CityLine keine Verständigung im Tarifkonflikt für die Piloten in Sicht, die von der Pilotenvereinigung Cockpit vertreten werden.