Es ist unwahrscheinlich, dass Spieler nach einigen Jahren wieder zu ihrem Stammverein zurückkehren. Normalerweise suchen Klubs nach jungen Talenten oder etablierten Stars. Doch in diesem Jahr gibt es vier Rückkehrer, die in der vergangenen Saison keine überzeugenden Leistungen ablieferten.

Warum holen die Vereine diese Spieler zurück? In allen vier Fällen lautet die Antwort: Weil sie günstig zu haben waren. Und weil die Kicker etwas beweisen wollen.

Claudio Pizarro will sich in Bremen wieder beweisen, nachdem er Jahre zwischen Ersatzbank und Startelf in München und London pendelte. Gleiches gilt für Vahid Hashemian, der in München und Hannover meist zweite Wahl war. Paul Freier braucht nach vielen Verletzungen Spielpraxis, um noch einmal eine Chance auf einen Platz in der Nationalmannschaft zu haben. Mohamed Zidan will bei seinem Lieblingstrainer zeigen, dass er doch ein großer Torjäger ist.

Ob diese Wünsche in Erfüllung gehen, scheint zweifelhaft. Pizarro trifft in Bremen mit Markus Rosenberg, Boubacar Sanogo und Hugo Almeida auf starke Konkurrenten. Zudem muss er erst noch den Anschluss an die Mannschaft finden. Die Vorbereitung absolvierte er noch beim FC Chelsea, erst am Dienstag wird er in Bremen offiziell vorgestellt.

Vahid Hashemian stand im ersten Saisonspiel in der Anfangsformation, enttäuschte aber auf ganzer Linie. Wenn er nicht schnell seine Form findet, könnte Trainer Marcel Koller wieder auf Joel Epallé oder Marcin Mieciel zurückgreifen. Diese Sorgen hat Paul Freier nicht. Sollte er verletzungsfrei bleiben, wird er sich in Bochum etablieren.

Bei Mohamed Zidan weiß niemand, was die Zukunft bringt. Jürgen Klopp schätzt den Ägypter – das spricht für einen Platz in der Stammformation. Doch Nelson Valdez empfahl sich zuletzt mit ansprechenden Leistungen. Auch Alexander Frei kommt nach seiner Verletzung bald zurück ins Team. Zidan könnte also auch unter seinem Lieblingstrainer ein Reservistendasein fristen.