Pro Klinsmann: Grinsend zum Erfolg!

Der FC Bayern München wird mittelfristig durch die Arbeit Jürgen Klinsmanns zu den besten Mannschaften Europas zählen. Klinsmann hat in München perfekte Arbeitsbedingungen, die Rückendeckung des Vorstands und schon jetzt eine Mannschaft, die stark genug ist, die Champions League zu gewinnen.

Vier Fitness- und zwei Assistenztrainer unterstützen ihn. Er selbst hat in den vergangenen zehn Jahren weltweit bei Fußballvereinen, Basketballklubs, Trainerkongressen, der Nationalmannschaft und unzähligen Spezialisten dazu gelernt. Vielleicht ist er der am besten ausgebildete Trainer Deutschlands, mit Sicherheit ein äußerst professioneller.

Doch das größte Erfolgsgeheimnis ist Jürgen Klinsmann selbst. Entscheidend ist nicht, was er unter perfekten Bedingungen macht, sondern wie er es macht! Er ist seinem Ehrgeiz verpflichtet: Er braucht die Gewissheit, am Ende zu triumphieren.

Als Erfolgsmenschen, Siegertypen bezeichnet man Workaholics wie ihn. Wenn Erfolgsmenschen lachen, finden es die meisten Menschen sympathisch. Wenn Erfolgsmenschen nicht lachen, kurzzeitig Misserfolg haben, findet die Masse der Bevölkerung sie noch sympathischer. Günther Jauch könnte deshalb Kanzler werden. Franz Beckenbauer Bundespräsident und Jürgen Klinsmann der nächste Franz Beckenbauer.

Neu ist das nicht. Schon als Fußballspieler war Klinsmann nicht der beste Sprinter, kein hochbegabter Techniker. Schon damals zweifelten viele Miesmacher. Trotzdem wurde er Welt-, Europa-, mehrfach Deutscher Meister und ähnlich beliebt wie Thomas Gottschalk.

Die Machtzentrale der Bild-Zeitung kann sich also ruhig die nächste "Grinsi-Klinsi"-Kampagne ausdenken, Klinsmann wird Sympathieträger bleiben: Für die Menschen, die auch Tomas Gottschalk gut finden und vor allem für seine Arbeitskollegen. Spieler, Manager, Vorstand des FC Bayern werden mit ihm erfolgreich arbeiten. Und tatsächlich: Am Ende, wenn sie zusammen den Champions-League-Pokal in den Münchner Nachthimmel strecken, wird auch Jürgen Klinsmann wieder breit grinsen.

Von Steffen Dobbert

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