Die Schlacht war kurz, aber heftig. Nachdem die Herzogenauracher Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Chefmanager Jürgen Geißinger bekannt gegeben hatten, dass sich die Schaeffler-Gruppe als bestimmender Großaktionär beim dreimal größeren Hannoveraner Autozulieferer Conti einkaufen wollte, wehrte sich der Conti-Vorstand vehement. Insbesondere der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer attackierte den "feindlichen" Übernahmeversuch mit drastischen Worten. Vorbei.

Schaeffler und Conti haben sich geeinigt, das ist gut so. Manfred Wennemer legt sein Amt nieder – das ist konsequent.

Wie sich die Herzogenauracher an Conti herangemacht haben, war sicher nicht die ganz feine Art. Aber eine langwierige Auseinandersetzung hätte möglicherweise beide Unternehmen beschädigt. Und schließlich sind beides erfolgreiche deutsche Traditionsunternehmen, bei denen es auch um viele Arbeitsplätze geht.

Deshalb ist die Einigung grundsätzlich positiv. Vor allem, weil die getroffene Vereinbarung Mitarbeitern und Standorten der Continental AG einen weitreichenden Schutz gewährt.  Zudem erhalten verkaufswillige Conti-Aktionäre einen besseren Preis für ihre Papiere als ursprünglich avisiert.