Vier Wochen vor der bayerischen Landtagswahl hat CSU-Chef Erwin Huber die Anhänger der Linkspartei mit Sympathisanten der rechtsextremen NPD und DVU verglichen. "Für mich haben Menschen, die etwa auf Rechtsextremisten wie NPD und DVU oder auch auf die Linke abfahren, einen Mangel an Verantwortung", sagte Huber dem Stern .

Huber kündigte an, er wolle im Landtagswahlkampf einen "Kreuzzug gegen die Linke" führen und damit verhindern, dass die Linkspartei in den Landtag einzieht. Vor diesem Hintergrund warf er der Linken "Stimmungsmache" vor, statt Lösungen für das "Gerechtigkeitsproblem" anzubieten.

Die Linke reagierte am Mittwoch empört und bezeichnete den CSU-Vorsitzenden als "unbelehrbaren Demagogen und Kalten Krieger". Parteivize Klaus Ernst sagte, Hubers "Kreuzzug" richte sich offenbar nicht allein gegen Die Linke, sondern gegen alle, die für mehr soziale Gerechtigkeit kämpfen. Ernst forderte: "Huber muss sich bei den Bayern entschuldigen, oder die CSU sollte schleunigst Konsequenzen ziehen."

Der oberbayerische Spitzenkandidat der Linkspartei empfahl den "CSU-Granden", weniger Interviews zu geben und mehr mit den Menschen zu sprechen. "Die Bayern wollen, dass es in ihrem Land sozialer zugeht. Das trauen sie der CSU nicht zu", sagte Fritz Schmalzbauer. Weil Huber das wisse, schlage er "wild um sich".