"Ich bin stolz auf meine Partei, die mit Frank-Walter Steinmeier den Besten für dieses wichtige Amt des Bundeskanzlers ins Rennen schickt. Er hat das Zeug zum Kanzler", schreibt Schröder in seiner ersten öffentlichen Äußerung zur Kandidatenentscheidung, in einem Namensartikel für die Ende des Monats erscheinende nächste Ausgabe der SPD-Mitgliederzeitschrift Vorwärts .

Steinmeier war unter Schröder Kanzleramts-Chef und zuvor, während Schröders Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident, auch Leiter der Staatskanzlei in Hannover. "Es gibt in meinem Leben niemanden, mit dem ich so eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe", schreibt Schröder. "Aus dieser persönlichen Erfahrung weiß ich, dass nicht nur die Kanzlerkandidatur, sondern auch das Amt des Bundeskanzlers bei ihm in allerbesten Händen sein wird."

Über den Außenminister Steinmeier schreibt Schröder: Er sei eine starke Persönlichkeit, "die ein modernes und selbstbewusstes Deutschland verkörpert, das sich seiner Bedeutung und Rolle durchaus bewusst ist, aber nie überheblich daherkommt". Das kann man durchaus als Spitze gegen die Kanzlerin Merkel lesen, deren China- und Russlandpolitik Schröder kritisiert hatte.