"Da hat man mich wohl falsch verstanden. Wir haben nicht vor, unsere Unabhängigkeit aufzugeben", sagte Kokojty am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Interfax .

Am Morgen hatten russische Agenturen übereinstimmend Kokojty mit den Worten zitiert, er wünsche eine Wiedervereinigung mit der Teilrepublik Nordossetien innerhalb der Russischen Föderation.

"Auf jeden Fall werden wir ein Subjekt der Russischen Föderation. Für uns wäre das die Wiederherstellung einer historischen Gerechtigkeit", soll Kokojty angeblich noch am Donnerstag früh im russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi gesagt haben.

Nach dem Konflikt im Südkaukasus war Südossetien ebenso wie Abchasien von Moskau im August als unabhängig anerkannt worden. Bisher gehörten beide Gebiete zu Georgien. Die russische Führung hat bislang keine eindeutige Erklärung zur möglichen Erweiterung ihres Staatsgebietes gemacht.

Die Führung Abchasiens teilte unterdessen mit, man wolle ein eigener Staat bleiben.

Georgien sieht die abtrünnigen Gebiete weiterhin als sein Staatsgebiet an und wirft Russland Annektierung vor.