ZEIT ONLINE: Welche deutschen Autoren mögen Sie?

Tawada: Ich habe mich sehr viel mit Paul Celan beschäftigt. Mögen ist nicht das richtige Wort. Aber Celan ist ein wichtiger Autor für mich. Seit meinem 15. Lebensjahr ist Kafka durchgehend wichtig für mich. Aber es ist nicht immer dasselbe Bild von ihm geblieben. Im Sinne von Mögen: Kleist mag ich.

ZEIT ONLINE: Welche zentralen Themen außer dem Wasser und der Sprache, die ja auch immer Material und Geschichten bringt, verfolgen Sie?

Tawada: Ja, vielleicht die Verwandlung. Dass der Körper sich immer wieder verändert. Das kann auch durch Reisen passieren, oder wenn man zu Hause ist. Und auch durch die Sprache kann es passiert sein, dass sich der Körper verändert, dass das Leben sich verändert, welches keine feste Form hat. Das hat auch wieder mit dem Wasser zu tun. Verwandlung, Mutation, Deformierung.

Die Fragen stellte Carsten Klook