Die KfW-Tochter IKB hatte sich mit milliardenschweren, außerhalb der Bilanz geführten Zweckgesellschaften verhoben. Sie musste daraufhin mit fast elf Milliarden Euro gestützt werden; den Großteil davon trug die KfW. Am gestrigen Donnerstag segnete der Verwaltungsrat der KfW den Verkauf der IKB an den amerikanischen Finanzinvestor Lone Star ab.

Die Kritik des Bundesrechnungshofs an den Zuständen und Zuständigkeiten rund um die KfW lässt nun auch einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur umstrittenen Rettung der IKB wahrscheinlicher werden.

Die Oppositionsparteien Grüne, Linke und FDP können einen Untersuchungsausschuss nur gemeinsam durchsetzen. FDP-Chef Guido Westerwelle hatte nach einem Vier-Augen-Gespräch mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) Ende August betont, vor einer Entscheidung den Bericht des Rechnungshofs abwarten zu wollen.

Für die KfW kommt es derzeit knüppeldick. Erst am Montag dieser Woche hatte die Bank rund 300 Millionen Euro an die bereits insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers überwiesen. Ein Skandal, der zwei KfW-Vorstände den Posten kostete: Sie wurden bei der gestrigen Verwaltungsratssitzung mit sofortiger Wirkung suspendiert.