Die Privatbank Sal. Oppenheim beteiligt sich über eine Kapitalerhöhung an dem Essener Handels- und Tourismuskonzern Arcandor. Dafür gibt Arcandor rund 23 Millionen neue Aktien aus. Nach Berechnungen der  Financial Times Deutschland  kommt die Bank damit auf einen Anteil von neun Prozent. 

Der  frühere KarstadtQuelle-KOnzern teilte zudem mit, an seiner Touristiktochter Thomas Cook festzuhalten und sie nicht zu verkaufen. Banken hatten in den vergangenen Tagen Arcandor zum Verkauf der lukrativen Reisetochter gedrängt, um Schulden zu tilgen. Thomas Cook ist der einzige Gewinnbringer des Konzerns. Die Zukunft  der Tochter Karstadt ist weiterhin unklar. 

An der Börse haben die neuen Meldungen für ein Auf und Ab der Aracandor-Aktien gesorgt. Die Titel lagen am Mittag 3,1 Prozent im Minus und kosteten damit 1,85 Euro. Bis dahin war die Aktie bereits zwischen 1,64 und 2,10 Euro geschwankt. "Bei Arcandor weiß keiner mehr, wie es nun eigentlich weitergehen soll", sagte ein Händler. "Das ist mal hü, mal hott."

Bereits vergangene Woche hatten Berichte über Probleme des Essener Konzerns mit dem Kreditversicherer Euler Hermes die Aktie unter Druck gesetzt. Vor allem die Töchter Karstadt und Quelle gerieten durch eine Deckelung der Kredite in Probleme.