Die vor über einer Woche in der Sahara verschleppten europäischen Touristen - elf Urlauber und ihre acht ägyptischen Begleiter - seien in guter gesundheitlicher Verfassung, berichtete der Sender. Die Geiseln seien auf dem Weg zurück nach Kairo, hieß es in dem Fernsehbericht.

Neben den fünf Deutschen gehören auch fünf Italiener und eine Rumänin zu der Gruppe. Der italienische Außenminister Franco Frattini bestätigte am Mittag bereits die Freilassung. "Unsere Mitbürger und die anderen Geiseln sind befreit worden. Wir überprüfen gerade ihren Gesundheitszustand."

Das Auswärtige Amt kann die Freilassung der entführten Sahara-Touristen noch nicht bestätigen. Er rate zur Vorsicht, erklärte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Jens Plötner, zu den Meldungen aus Ägypten. Sobald es gesicherte Erkenntnisse "mit Hand und Fuß" gebe, werde sich das Auswärtige Amt äußern.

Heute Morgen gab es Berichte, wonach die Geiseln weiter in den Tschad geschleppt worden wären. Außerdem hatte die sudanesische Armee am Sonntag mitgeteilt, sie habe den Anführer der Geiselnehmer und fünf weitere Entführer bei einer Schießerei in der Nähe der Grenze zwischen Ägypten und Libyen getötet.

Die Touristengruppe war am Freitag vor einer Woche während einer Wüstensafari im Südwesten Ägyptens zwischen der Oase Dachla und der Hochebene Gilf al-Kabir überfallen. Die sudanesischen Entführer sollen sie nach Angaben aus Khartum erst in den Sudan, dann nach Libyen und in den Tschad verfrachtet haben.