Der finanzpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Gerhard Schick, hat eine Gegenleistung des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate für die Rettungsaktion durch den Bund gefordert. "Die Bundesregierung muss gewährleisten, dass sie für die Rettung der Bank einen Gegenwert bekommt, wenn die Steuerzahler tatsächlich für die Verluste aufkommen müssen", sagte er ZEIT ONLINE. Denkbar sei, dass der Bund Aktien der Bank übernimmt, um später an möglichen Gewinnen teilzuhaben.
 
Eine reine "Stützungsaktion" der Bank lehnte Schick ab. Mit Blick auf die Bemühungen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, bis 2011 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorzulegen, sagte der Finanzpolitiker: "Eine solche Rettungsaktion ist ein großes Risiko für den Haushalt. Der bisherige Verlauf der Finanzkrise spricht dafür, dass die Steuerzahler am Ende nicht ungeschoren davon kommen werden."
 
Am Montag hatte Steinbrück der Bank eine Bürgschaft in Höhe von rund 27 Milliarden Euro zugesichert. Die Hypo Real Estate war unter anderem durch Geschäfte ihrer irischen Tochter Depfa in Schieflage geraten.