Für eine mögliche Wahl zur Ministerpräsidentin erhielt Andrea Ypsilanti in ihrer eigenen Fraktion die erforderliche Rückendeckung von 41 der 42 Abgeordneten. Die einzige Enthaltung bei der Abstimmung in der SPD-Fraktion wird der Darmstädter Abgeordneten Dagmar Metzger zugeordnet. Sie hatte schon zuvor angekündigt, eine Zusammenarbeit mit der Linken nicht zu unterstützen.

Angesichts des eindeutigen Ergebnisses trat Ypsilanti erleichtert vor die Presse. "Das war eine Signal der Geschlossenheit der Fraktion", sagte sie nach der Abstimmung. "Die Partei möchte, dass wir diesen Weg gehen."

Die Fraktionen von Linken und Grünen sprachen sich zuvor geschlossen für die Unterstützung der Sozialdemokratin aus. Bei den Grünen stimmten alle neun, bei den Linken alle sechs Abgeordneten für das Vorhaben, die geschäftsführende CDU-Regierung um Ministerpräsident Roland Koch abzulösen.

Ypsilanti will sich mit Hilfe der Linken zur Ministerpräsidentin einer rot-grünen Landesregierung wählen lassen. Dazu benötigt sie im Landtag 56 von 110 Stimmen. SPD, Grüne und Linke stellen zusammen 57 Abgeordnete.