In der Krise scheint keine Bank mehr sicher. Soll ich mein Sparbuch lieber auflösen und das Geld unter der Matratze horten, bevor es weg ist?

Besser nicht – jetzt heißt es Ruhe bewahren. Wenn Sparer im großen Stil ihr Geld abziehen, weil sie kein Vertrauen mehr in ihre Bank haben, kann das selbst gesunde Bankinstitute in Schieflage bringen. Um zu signalisieren, dass die Spargelder in Deutschland sicher sind, hat die Bundesregierung eine Staatsgarantie für die kompletten privaten Einlagen hierzulande abgegeben.

Schon heute sind Spareinlagen durch gesetzliche Vorgaben bis zu 20.000 Euro geschützt. Für Summen darüber garantiert zusätzlich der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken. Die Staatsgarantie deckt Verluste ab, die im Fall seiner Pleite entstehen würden.

Die Kleinsparer, die sich ihre Rücklagen mühsam vom Lohn abzwacken, könnten durch die Finanzkrise jedoch auf andere Art hart getroffen werden: Durch eine weltweit schwächere Konjunktur. Schon jetzt gilt es als ausgemacht, dass die USA in eine Rezession rutschen. Die größte Volkswirtschaft der Welt hat in diesem Jahr so viele Stellen gestrichen wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr.

Eine Wirtschaftskrise in den USA könnte auch nach Europa herüberschwappen. Dann wären auch deutsche Arbeitsplätze in Gefahr. Das bedeutet neue Mindereinnahmen bei den Steuern und höhere Ausgaben bei den Sozialleistungen.

Sind selbstständige Unternehmer von der Krise betroffen?