Nach dem Kauf des IT-Dienstleisters Electronic Data Systems (EDS) hat der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) auch in Deutschland einen massiven Stellenabbau angekündigt. 1400 Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren abgebaut werden, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in Stuttgart. Dabei werden 1150 Stellen bei EDS und 250 bei HP gestrichen.

Weltweit hatte der weltgrößte PC-Hersteller den Abbau von 24.600 Arbeitsplätzen in drei Jahren angekündigt. Damit schrumpfe die Belegschaft des fusionierten Unternehmens in den kommenden drei Jahren um 7,5 Prozent. Von der Kürzung betroffen ist vor allem Buchhaltung, IT, Personal- und Justizwesen bei EDS. Rund die Hälfte aller Jobkürzungen seien in den USA geplant, hieß es.

Mit der rund 13 Milliarden Dollar schweren Übernahme von EDS möchte HP den Konkurrenten IBM angreifen. HP will vor allem seine Position in den USA und in Großbritannien ausbauen, wo EDS stark bei Privatunternehmen und auch im öffentlichen Sektor vertreten ist. "Wir sind gut bei der Integration von Unternehmen", sagte HP-Chef Mark Hurd und spielte an auf die Mega-Übernahme von Compaq durch HP im Jahr 2002 und eine Reihe weiterer Zukäufe.