ZEIT ONLINE: Was zählt da noch?

Savas: Liebe, Familie, Natur und solche Dinge.

ZEIT ONLINE: Ihre Texte lesen sich anders.

Savas: Meiner Frustration lasse ich freien Lauf. Aber trotzdem bin ich ein weltoffener Mensch.

ZEIT ONLINE: Sind Sie frauenfeindlich?

Savas: Ich kann verstehen, dass die Leute das sagen, wenn sie sich mit meinen Texten beschäftigen. Genauso kann man sagen, Quentin Tarantino verherrliche Gewalt.

ZEIT ONLINE: Warum immer "Schlampe", "Hure", "Nutte"?

Savas: Das müssen Sie mich nicht fragen. Ich habe ein loses Mundwerk. Rapper sagen eben mehr Worte als andere Musiker.

ZEIT ONLINE: Was ist, wenn Ihre Hörer die Texte falsch verstehen?

Savas: Tun sie nicht. Wenn ich über Gewalt rappe, kann man es gar nicht als Aufruf verstehen. Bei meinen Konzerten gibt es so wenige Auseinandersetzungen. Ich spreche mich immer für Frieden aus. Meine Fans sind nicht ultragewaltbereit.

ZEIT ONLINE: Sind Sie vorbestraft?

Savas: Gute Frage. Haha, nein.

ZEIT ONLINE: Wann haben Sie sich zuletzt geprügelt?

Savas: Ich bin derjenige, der den Streit immer schlichtet. Ich trinke auch keinen Alkohol, im Herzen bin ich Pazifist. Körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrespekt, den man jedem erweisen muss.