ZEIT ONLINE: Wann das letzte Mal daran gedacht, mit Herbert Grönemeyer eine Platte aufzunehmen?

Savas: Ich hätte gern einen Song mit ihm gemacht, als seine Platte Mensch rauskam. Wenn er mich fragen würde, würde ich es machen. Wenn er etwas Neues macht, setze ich mich damit auseinander. Mensch hat mich schon berührt. Diese Traurigkeit. Das fand ich echt gut.

ZEIT ONLINE: Bei welchem Film zuletzt geweint?

Savas: Weiß ich nicht genau. Ich gucke so viele Filme. Zuletzt berührt hat mich Into the Wild. Aber richtige Betroffenheit ist sehr selten.

ZEIT ONLINE: Ihr größter Traum?

Savas: Ich will auf jeden Fall auf eine Berghütte im Winter und dort ein bisschen bleiben. Ich bin Wassermann, in mir ist immer so eine diffuse Sehnsucht. Ich weiß nicht, wonach. Bestimmte Sachen, die man als Kind gefühlt hat. Da war Glück noch einfach.

ZEIT ONLINE: Wann zuletzt richtig glücklich gewesen?

Savas: Oft, Alter. Immer wieder. Wenn ich im Auto sitze und nachdenke. Wenn ich Musik mache, mit Freunden lache, auf der Bühne stehe.

ZEIT ONLINE: Wenn Sie nicht HipHop machen würden, was dann?

Savas: Fragen Sie das jemand anderen. Ich hab mir nicht ausgesucht, erfolgreich zu sein. Das ist so gekommen.

Das Gespräch führte David Hugendick

Kool Savas hat gerade sein neues Album "John Bello Story II" veröffentlicht. Es ist bei Optik Records erschienen.

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