Eine Erlösung in diesem Fall ist nicht vorgesehen, obwohl Trout verurteilt wird. Er schießt sich eine Kugel in den Kopf und flieht in den Tod. Dass er aber zuvor eine Blutspur durch Cotton Point zieht, beschert diesem Roman ein mörderisches Ende, das Dexter in Bildern von erschreckender Schönheit darzustellen vermag; er tut es in Sequenzen, die mal an den Apokalyptiker Cormac McCarthy erinnern, mal an den erleuchteten Geisterseher Denis Johnson.

Dem Amerikaner Pete Dexter ist mit Paris Trout etwas Außerordentliches geglückt: ein Roman, der uns daran erinnert, zu welcher Extase und Schönheit, zu welcher Tiefe und Kraft Literatur fähig ist, wenn man sie von ihren kommerziellen Fesseln befreit.