Nach dem fast weltweiten Kursfeuerwerk zum Wochenauftakt herrscht am heutigen Mittwoch Katzenjammer an den meisten wichtigen Börsen.

Der Dax verlor bis Mittag 3,00 Prozent auf 5043 Zähler. Für den MDax ging es um 4,37 Prozent auf 5787 Punkte nach unten und der TecDax fiel um 3,70 Prozent auf 564 Zähler.

"Die Partylaune ist realwirtschaftlicher Ernüchterung gewichen", sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Allerdings betonten Experten, dass kein Grund zur Panik bestehe. Nach den heftigen Steigerungen an den Vortagen sei diese Reaktion zu erwarten gewesen.

Von den wieder aufkeimenden Sorgen sind insbesondere zyklische Werte belastet: Die MAN-Aktien verloren 10,74 Prozent auf 40,81 Euro. Auch Stahlwerte gehörten zu den größten Verlierern: Für die Titel von ThyssenKrupp ging es um 8,45 Prozent auf 17,22 Euro nach unten. Die Anteilsscheine von Salzgitter büßten 9,08 Prozent auf 53,20 Euro ein. Aussagen zu einem trüben Ausblick des südkoreanischen Stahlherstellers Posco drückten Händlern zufolge besonders auf die Stimmung.

Auch in Tokio hat Asiens Leitbörse am Mittwochvormittag wieder nachgegeben. Der Nikkei verzeichnete zur Handelsmitte einen Verlust von 136,35 Punkten oder 1,44 Prozent bei 9311,22 Punkten. Am Dienstag noch hatte das Börsenbarometer in Tokio für 225 Werte in Reaktion auf das gemeinsame Vorgehen der großen Industrienationen gegen die Finanzkrise mit 14,15 Prozent den höchsten Gewinnsprung aller Zeiten erzielt.

In den USA hatten die Aktienmärkte nach starken Anfangsgewinnen am Dienstag ebenfalls ins Minus gedreht und beendeten den Handel mit überwiegend leichten Verlusten. Besonders Technologiewerte standen unter Druck, viele Finanztitel legten dagegen stark zu. Der Dow-Jones-Index fiel nach vorläufigen Schlussangaben um 0,82 Prozent auf 9310,99 Punkte. Der S&P-500-Index gab um 0,53 Prozent auf 998,00 Punkte nach. Der Nasdaq-Index verlor am stärksten: um 3,54 Prozent auf 1779,01 Punkte.

Die größeren lateinamerikanischen Börsen dagegen haben sich auch am Dienstag im positiven Bereich gehalten. Im brasilianischen Sao Paulo stieg der Aktien-Index Bovespa um 739,90 Zähler (1,81 Prozent) auf 41 569,03 Punkte. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt verbesserte sich um 148,72 Zähler (0,67 Prozent) auf 22 244,61 Punkte.